Iran-Krieg treibt Inflation im Euroraum auf 3,2 Prozent.

"Der Iran-Krieg treibt die Inflation im Euroraum weiter nach oben.

Im Mai sind die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 3,2 Prozent gestiegen – nach 3,0 Prozent im April. Damit liegt die Teuerungsrate deutlich über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent.

Hauptverursacher sind die stark gestiegenen Energiepreise, die um 10,9 Prozent höher liegen als vor einem Jahr. Besonders der Ölpreisschock infolge des Krieges macht sich bemerkbar. Auch Dienstleistungen (+3,5 und Lebensmittel (+2,0 wurden teurer.

Die EZB gerät dadurch unter Handlungsdruck. Experten erwarten, dass die Notenbank bereits bei ihrer Sitzung am 11. Juni die Leitzinsen anheben wird – erstmals in diesem Jahr. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer geht davon aus, dass die Inflation noch viele Monate über drei Prozent bleiben wird, solange die Straße von Hormus nicht wieder geöffnet ist.

Die EZB werde daher voraussichtlich auch nach der Sommerpause weitere Zinserhöhungen vornehmen müssen. Höhere Zinsen sollen die Nachfrage dämpfen und die Inflation bremsen, belasten jedoch gleichzeitig die ohnehin schwache Konjunktur im Euroraum. ..."

Ein Bericht der DEUTSCHEN WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN.


 

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