Mythos Fachkräftemangel beendet:
Deutschlands Arbeitsmarkt bricht langfristig ein.
Deutschland steuert langfristig auf deutlich höhere Arbeitslosigkeit zu. Der jahrelang beschworene Fachkräftemangel ist vorbei: Die Zahl der offenen Stellen ist innerhalb eines Jahres um 19 Prozent auf rund eine Million gesunken.
Gleichzeitig baut die Wirtschaft massiv Stellen ab. Besonders betroffen ist die Autoindustrie, die bis 2035 mit dem Verlust von 225.000 Arbeitsplätzen rechnet – 35.000 mehr als bisher angenommen.
Die Erwerbstätigenzahl ist gegenüber dem Vorjahr um 174.000 gesunken. Im April waren 3,008 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Das ifo-Beschäftigungsbarometer ist im April auf den tiefsten Stand seit Mai 2020 gefallen.
Kaum eine Branche bleibt verschont: Industrie, Groß- und Einzelhandel, Logistik, Dienstleistungen und Tourismus bauen Stellen ab oder stellen nur noch sehr zurückhaltend ein. Die Nachfrage nach Arbeitskräften stagniert auf niedrigem Niveau.
Unternehmen vermeiden Neueinstellungen und setzen auf Spar- und Sanierungsprogramme. Der Arbeitsmarkt, der lange als Stabilitätsanker galt, verliert diese Funktion. Der Fachkräftemangel löst sich dadurch – auf unangenehme Weise – von allein auf.
Ein Bericht der DEUTSCHEN WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN.






