Spanien: Zwei Drittel gegen Aufenthaltserlaubnis
für Migranten – Regierung bleibt auf Kurs.

"Laut einer Umfrage des Instituts SocioMétrica im Auftrag von „El Español“ lehnen 66,7 % der Spanier die geplante Massenregularisierung von Migranten ab.

Besonders deutlich fällt die Ablehnung bei jungen Menschen aus: In der Altersgruppe 17–25 Jahre sind es über 80 %. Die Regierung will dennoch an der Maßnahme festhalten, von der offiziell rund 500.000 Menschen profitieren sollen.

Premierminister Pedro Sánchez verteidigt den Kurs offensiv. Spanien sei „eine Tochter der Einwanderung“ und werde nicht fremdenfeindlich, erklärte er auf einer Konferenz in Barcelona. Kritik ordnet er vor allem politischen Gegnern zu – doch auch innerhalb seiner eigenen Wählerschaft gibt es Widerstand gegen die Pläne.

Ein zentraler Kritikpunkt: Viele Bürger erwarten einen sogenannten „Sogeffekt“. Über 70 % der Befragten befürchten mehr irreguläre Migration und halten die Sicherheitsmaßnahmen für unzureichend. Interne Schätzungen der Polizei gehen sogar von deutlich mehr potenziellen Begünstigten aus als die Regierung angibt – bis zu 1,3 Millionen Menschen könnten betroffen sein.

Die Regierung widerspricht diesen Einschätzungen. Sie argumentiert, die Regularisierung sei notwendig, um Ausbeutung zu verhindern und Integration zu stärken. Zudem verweisen Vertreter auf wirtschaftliche Vorteile: Einwanderer hätten in den letzten Jahren einen großen Teil neuer Jobs besetzt und könnten langfristig auch höhere Steuereinnahmen bringen."

Ein Bericht der BERLINER ZEITUNG.


 

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