VW kündigt Tarifvertrag:
Was jetzt auf 100.000 Beschäftigte zukommt.

"Volkswagen hat mehrere Haustarifverträge fristgerecht zum 31. Dezember 2026 gekündigt; nach Angaben der IG Metall sind es zehn Vereinbarungen, darunter der Manteltarifvertrag zu Arbeitsbedingungen, Arbeitszeit und Zulagen.

Für mehr als 100.000 Beschäftigte im VW-Haustarif entfallen Leistungen deshalb nicht sofort, erste konkrete Auswirkungen könnten frühestens ab Januar 2027 eintreten.

Personalvorstand Arne Meiswinkel begründet den Schritt mit tiefgreifenden strukturellen Veränderungen in der Autoindustrie und dem Preisdruck chinesischer Hersteller in Europa. (...) Die IG Metall fordert in der Tarifrunde fünf Prozent mehr Entgelt bei zwölf Monaten Laufzeit, Volkswagen lehnt das ab.

Im Fokus stehen tarifliche Zusatzvergütung, Zulagen, Tarif-Plus-Regelungen, Bestimmungen des Manteltarifvertrags und Ausbildungsbedingungen, also nicht nur Löhne, sondern auch Arbeitszeit, Zuschläge und Sonderzahlungen.

Die Beschäftigungssicherung aus dem Zukunftstarifvertrag 2024 gilt nach Angaben der IG Metall weiter bis Ende 2030 und ist von den aktuellen Kündigungen nicht erfasst. In jenem Kompromiss war unter anderem vereinbart worden, dass bei der Kernmarke Volkswagen bis 2030 rund 35.000 Stellen in Deutschland wegfallen. Zugleich wurden Entgeltsteigerungen ausgesetzt sowie Boni und Zulagen gekürzt.

Anfang September billigte der Aufsichtsrat einen umfassenden Zukunftsplan zur Kosten- und Wettbewerbsfähigkeit. IG Metall und Betriebsrat kündigen Widerstand und eine harte Auseinandersetzung zum Jahreswechsel an, damit steigt das Risiko von Arbeitskämpfen ab Anfang 2027.

Volkswagen will Personalkosten senken und Produktivität erhöhen, muss die Veränderungen aber mit der Arbeitnehmerseite aushandeln. Ob dauerhafte Leistungskürzungen folgen, entscheiden erst die Verhandlungen; mit der Kündigung von zehn Tarifverträgen ist die Ausgangslage für 2026/2027 deutlich verschärft.
Artikel unter Zuhilfenahme von xAI erstellt und redaktionell überarbeitet.

Ein Bericht der DEUTSCHEN WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN.


 

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