Leihmutter-Skandal:
Spahn tritt als Unionsfraktionschef zurück.
"Nach tagelangen Verzichtsforderungen zieht Jens Spahn die Konsequenz aus dem Leihmutter-Skandal. Der CDU-Politiker gibt den Vorsitz der Fraktion von CDU und CSU im Bundestag ab.
BERLIN. Jens Spahn hat nach der Leihmutter-Affäre seinen Rücktritt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion erklärt. In einem Schreiben an die Abgeordneten der Union teilte der CDU-Politiker mit, er habe die Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, über seinen Schritt informiert.
Spahn schreibt, ihm sei in den vergangenen Tagen bewusst geworden, „dass mein persönliches Glück, gemeinsam mit meinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, nicht vereinbar ist mit meinem politischen Amt“.
Der „Spagat“ zwischen seiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der Erwartung an ihn als Fraktionsvorsitzenden sei größer geworden, als er es erwartet habe. Der Rücktritt folgt auf wachsenden Druck aus der Union. Zuletzt hatte auch Kanzler Friedrich Merz ihn dazu aufgefordert. Spahn und sein Ehemann Daniel Funke waren in den USA mithilfe einer Leihmutter Eltern geworden. Funke ist der leibliche Vater, Spahn hat das Kind adoptiert. In Deutschland sind die Vermittlung von Leihmutterschaften und die ärztliche Mitwirkung daran verboten. Die CDU lehnt die Praxis auch in altruistischen Modellen ab (die JF berichtete). ..."
Ein Bericht der JUNGEN FREIHEIT






