Firmensterben so ausgeprägt wie seit fast 20 Jahren nicht.
"Teure Energie, Fachkräftemangel, fehlende Nachfolge: 187.744 Unternehmen in Deutschland haben im vergangenen Jahr aufgegeben – so viele wie seit fast 20 Jahren nicht.
Verglichen mit dem Vorjahr stieg die Zahl um knapp zehn Prozent, wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform und das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim in ihrer jährlichen gemeinsamen Analyse feststellen. (...)
"Die Krisendynamik frisst sich mittlerweile durch die gesamte Breite der Wirtschaft", sagt der Leiter der Creditreform-Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch. "Anders als in früheren Jahren beenden nun auch eigentlich gesunde Firmen ihre Geschäftstätigkeit."
In fast allen Branchen stiegen der Analyse zufolge binnen Jahresfrist die Schließungszahlen – besonders stark im Gastgewerbe: 2025 machten etwa 15.000 Gaststätten und Beherbergungsunternehmen dicht, 15 Prozent mehr als 2024. (...)
Im Gesundheitswesen setzte sich die seit etwa zehn Jahren zu beobachtende Negativentwicklung fort: Die Zahl der Schließungen in diesem Bereich liegt mit knapp 11.000 mittlerweile etwa doppelt so hoch wie im Jahr 2008. (...) In der Industrie traf es etwa 11.000 Betriebe und damit zehn Prozent mehr als vor Jahresfrist.
Creditreform-Experte Hantzsch hatte jüngst mit Blick auf steigende Insolvenzzahlen von einer "Krisenzange" gesprochen, die die deutsche Wirtschaft "von zwei Seiten packt und schädigt": einerseits geopolitische Verwerfungen wie der Iran-Krieg oder die US-Zölle, andererseits hohe Energiepreise und viel Bürokratie im Inland. ..."
Ein Bericht der DEUTSCHEN WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN.






