27-Milliarden-Hammer: Selenskyj will
von der klammen EU noch mehr Geld.
"Als eine Gruppe europäischer Regierungsvertreter im August anlässlich des ukrainischen Unabhängigkeitstages nach Kiew reiste, erwartete sie eine unangenehme Überraschung.
Die Ukraine, so ließ Präsident Wolodymyr Selenskyj die Delegation wissen, benötige zusätzlich 27 Milliarden Dollar, um über das laufende Jahr zu kommen. Und das, obwohl die EU erst zuvor ein Darlehen von mehr als 100 Milliarden Dollar für das kriegs- und krisengebeutelte Land bewilligt hatte. (...)
Hinter verschlossenen Türen werde in Brüssel inzwischen sogar hinterfragt, ob das Geld effizient ausgegeben werde oder ob der Bedarf aus der Ukraine doch überzogen sei. (...)
Selenskyj erklärte (...), das Verteidigungsministerium habe unter Fedorow bereits Mittel verausgabt, die eigentlich für das Jahresende vorgesehen gewesen seien. Man habe „Gelder verwendet, die für das Ende dieses Jahres budgetiert waren, und natürlich beträgt die gesamte Lücke 27 Milliarden Dollar“. Fedorow selbst weist das zurück und macht Projekte der neuen Ministeriumsführung dafür verantwortlich. (...)
Ob und wie schnell Brüssel eine Lösung findet, dürfte auch davon abhängen, wie belastbar die ukrainischen Zahlen der EU-Kommission erscheinen und wie viel politischen Spielraum die Mitgliedstaaten angesichts wachsender innenpolitischer Widerstände gegen weitere Milliardenhilfen noch haben."
Ein Bericht der BERLINER ZEITUNG






