Stahlindustrie:
ArcelorMittal macht Werke in Duisburg dicht.

"ArcelorMittal schließt den Großteil seiner Werke in Duisburg.

Einer der weltweit größten Stahlkonzerne will die Produktion seines dortigen Stahlwerks und des sogenannten Knüppelwalzwerkes im September 2027 beenden, kündigt das Unternehmen an. 550 Arbeitsplätze fallen weg, das sind zwei Drittel der Beschäftigten von ArcelorMittal in Duisburg. (...)

„ArcelorMittal Duisburg hat eine Reihe von Optionen für die Roheisenversorgung sowie die Möglichkeit einer Dekarbonisierung der Stahlproduktion geprüft, doch keine dieser Möglichkeiten hat sich als wirtschaftlich tragfähig erwiesen“, heißt es vom Unternehmen.

Für den Industriestandort Deutschland ist das erneut ein schwerer Schlag, heißt es von der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer (IHK). „Arcelor zeigt: Der Standort Deutschland verliert für internationale Konzerne mehr und mehr an Attraktivität“, sagt Hauptgeschäftsführer Stefan Dietzfelbinger. (...)

Die angekündigte Schließung zeigt: Wer in Deutschland viel Energie braucht, kann international kaum noch bestehen. Die Kosten bei uns sind zu hoch. Brüssel und Berlin müssen bei ihren Reformen nachbessern: für mehr Industrie.“ (...)

"An jedem Arbeitsplatz in der Stahlbranche hängen fünf weitere bei Zulieferern und Dienstleistern,“ so Dietzfelbinger. (...)

„Es geht um die Zukunft von Europas größtem Stahlstandort und um die wirtschaftliche Unabhängigkeit Deutschlands. (...)

Die Stahlunternehmen können nicht gegen die Krise ankämpfen und zugleich die Transformation zu grünem Stahl allein stemmen. ..."

Ein Bericht der WELT.


 

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