Warum Deutschland bei der UN-Wahl scheiterte.

"Wäre die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) eine Fußball-Weltmeisterschaft, wäre Deutschland bereits in der Vorrunde ausgeschieden.

Deutschland trat zum siebten Mal zur Wahl als nichtständiges Mitglied im Sicherheitsrat der UN an – und fiel bereits im ersten Wahlgang durch. (...)

(...) es ist offenkundig, dass die Doppelmoral Deutschlands beim Völkerrecht und ihre geringe „diplomatische Produktivität“ entscheidend waren, die zuletzt auch von Altkanzlerin Merkel öffentlich gerügt wurde.

Bereits unter der Ampel-Koalition und nunmehr unter dem vermeintlichen „Außenkanzler“ Friedrich Merz setzte ein dramatischer Ansehensverlust Deutschlands in der Welt ein. Weder die deutsche Haltung in den Kriegen in der Ukraine und in Gaza noch die widersprüchlichen Signale zu den Angriffen der USA und Israels auf den Iran und Libanon kamen im Globalen Süden gut an.

Die Glaubwürdigkeit Deutschlands befindet sich auf einem Tiefpunkt und das Abstimmungsergebnis ist die Quittung dafür. (...)

Das ramponierte Image Deutschlands wird auch wirtschaftliche Folgen haben, da Deutschland als rohstoffarme Exportnation stärker als andere auf internationale Lieferketten und Energieimporte angewiesen ist. Früher hieß es, Deutschland sei ein ökonomischer Riese und ein politischer Zwerg. Bald droht auf allen Ebenen die Verzwergung. (...)

Statt nun „bockig“ zu sein, wäre es höchste Zeit, dass sich Deutschland um eine Vermittlerrolle im Ukraine-Krieg bemüht und die doppelten Standards im Iran- sowie im Gaza-Krieg ablegt." (...)

Ein Bericht der BERLINER ZEITUNG


 

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